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Stadtgemeinde
Kitzbühel

Erweiterung Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel

01.02.2012 00:00

Architektonische Aufwertung für Marienheim

  Marienheim_Anbau

Die Planungen für das Projekt „Bezirkshauptmannschaft NEU“ laufen auf Hochtouren. Im Sommer 2012 wird mit dem Abriss des Marienheim-Anbaus begonnen und dieser durch einen neuen ersetzt. Das historische ­Marienheim-Gebäude wird dadurch architektonisch aufgewertet. Zudem wird der Stadtpark um rd. 750 m2 erweitert.  

Das Projekt BH-Kitzbühel – Sanierung, Funktionsadaptierung und teilweiser Neubau – gliedert sich in zwei Bauteile. Bauteil 1 umfasst das Marienheim mit dem Neubau eines Bürotraktes und der Sanierung des historischen Gebäudes. Der Bauteil 2 befasst sich mit der Sanierung und Funktionsadaptierung der bestehenden BH in der Hinterstadt. Möglich wird dies durch ein umfangreiches Kooperationspaket zwischen Land Tirol und Stadt Kitzbühel.

Der Zeitplan steht bereits fest.  Der erste Schritt sieht in den Sommerferien 2012 den Abriss des derzeitigen Anbaus (Vortragssaal der Landesmusikschule) beim Marienheim vor. Im September beginnen die Bauarbeiten für den neuen BH-Trakt. Bereits im Sommer 2013 soll dieser als neue Expositur der Bezirkshauptmannschaft zur Verfügung stehen. Mit der Sanierung des Marienheims wird erst ein Jahr später als ursprünglich geplant begonnen. Dadurch kann der Kindergarten noch bis zu den Sommerferien 2014 dort verbleiben. Die Bauarbeiten dauern von September 2014 bis zum Frühjahr 2015.  

Da der neue Anbau vom bestehenden Gebäude etwas abgesetzt wird und auch deutlich niedriger ist, als der bestehende, kommt das Marienheim in Zukunft als historisches Gebäude besser zur Geltung. Der Baukörper wird wieder völlig freigestellt und gewinnt damit seine plastische Erscheinung im Stadtraum zurück. Die Fassade des Marienheims wird in der ursprünglichen Ordnung ­ihrer Fensterachsen wiederhergestellt, d. h. störende Elemente werden entfernt und Fensterrahmen und Putz rekonstruiert. Der Grundriss bleibt in seiner barocken, klaren Struktur unangetastet. Der Neubau orientiert sich städtebaulich an der historischen Stadtmauer und folgt der Nordflucht der Volksschule. Als vorspringender Baukörper gliedert er den Stadtpark in zwei Parkräume, deren nördlicher im Bereich der Schulgasse völlig unverändert bleibt (hier ist auch kein einziger Baum betroffen) und deren südlicher flächenmäßig mit dem jetzigen Spielplatz des Kindergartens vereinigt wird. Dadurch gewinnt der Stadtpark an öffentlich begehbarer Fläche faktisch rund 750 m2 dazu. Der Neubau samt Abstandsflächen verbleibt innerhalb der in der Natur bestehenden Hainbuchen­hecke. 

Die Fassade des Neubaus nimmt in der Struktur sich wiederholender Elemente eine rhythmische Form der Gliederung auf, wie sie auch das historische Marienheim und die gegenüberliegende Volksschule kennzeichnet. Damit fügt sich der Neubau städtebaulich in die umgebende historische Bausubstanz ein.

Die beiden sich derzeit im Marienheim befindlichen Kindergartengruppen werden im Kindergarten Voglfeld integriert. Die Musikschule inkl. Vortragssaal erhält in einem neuen Anbau bei der Hauptschule ihren neuen Standort. Das Gesamtpaket sieht weiters vor, dass die Stadt Kitzbühel einen Trakt der bestehenden Bezirkshauptmannschaft inkl. BH-Hof vom Land Tirol erhält. Damit bleibt auch dieses Gebäude im Besitz der öffentlichen Hand. Durch das Öffnen der bestehenden Garagen in Laubengänge erhält dieser Bereich ein deutlich verbessertes Erscheinungsbild.

01.02.2012