Offizielle Eröffnung für Kitzbüheler Fernwärme

GF Karl Hauser, Bgm. Dr. Klaus Winkler, GR Hermann Huber und Mike Angermann von der Firma Pro Plan bei der offiziellen Eröffnung des Biomasse-Heizwerks.
Seit Anfang Oktober ist das Biomasse-Heizwerk in den Räumen der Kitzbüheler Hauptschule in Betrieb. Neben einigen Großabnehmern wurden auch private Wohnhäuser an das neue Fernwärmenetz angeschlossen. Am Freitag, 19. Oktober, wurde die neue Anlage bei einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung vorgestellt.
Rund ein Dutzend Abnehmer haben bisher einen Anschluss beim neuen Fernwärmenetz. Neben Hauptschule, Kindergarten Voglfeld, Altenwohnheim und Gesundheitszentrum wird auch die gerade entstehende Reha-Klinik vom Bioheizwerk beheizt.
Es werden pro Jahr ca. 3.000 MWh Wärme abgenommen. Die Anschlussleistung der Anlage beträgt ca. 3.150 kW. Umgerechnet werden ca. 280.000 l Heizöl pro Jahr bei einem Bedarf von ca. 4.400 Schüttraummeter Hackgut eingespart. Bei dem Waldhackgut handelt es sich ausschließlich um heimisches Holz, dass im Umkreis von 50 km eingekauft wird.
Hauptthemen für die Bürger(innen) der Stadt sind die Reduzierung der Hausbrandemissionen sowie eine, von fossilen Energieträgern unabhängige Energieversorgung. Niedrige Energiekosten, Nutzung der vorhandenen Ressourcen sowie Verbleiben der Wertschöpfung in der Region sind ein zusätzlicher Vorteil für die Stadt Kitzbühel. Ein weiterer Aspekt ist ein Beitrag zur Erfüllung der EU Strategie „Europa 2020“ in der alle öffentlichen Gebäude nahezu energieautark sein sollen. Außerdem ist es für die öffentlichen Gebäude positiv, wenn nur eine Heizzentrale betreut (Service, Kontrolle, Reparaturen) werden muss.
Weiterer möglicher geplante Ausbau in Modulen: Errichtung einer Biogasanlage mit Stromproduktion und Wärmeauskoppelung, Errichtung einer Erdwärmefeldanlage ebenfalls mit Stromproduktion und Wärmeauskoppelung, Nutzung von Industrieabwärme der Firma Egger, Errichtung Biomasseanlage für Ast- und Wipfelholz oder auch Zukunftsenergien wie z.B. Brennstoffzellentechnik. Ein Zusammenschluss dieser Module soll über eine zentrale Fernheizungs-Ringleitung zu einem Gesamtsystem erfolgen.
Daten und Fakten:
Wärmeabnahme von ca. 3.000 MWh / Jahr (ca. 156 EFH)
Anschlussleistung an die Anlage ca. 3.150 kW (ca. 250 EFH)
Reduzierung von ca. 764 Tonnen CO2 Ausstoß / Jahr
Einsparung von ca. 280.000 Liter Heizöl / Jahr
Bedarf an ca. 4.400 Schüttraummeter Hackgut / Jahr, das entspricht ca. 1.800 Festmeter Holz (Holzeinschlag der Stadt Kitzbühel jährlich 2.000 Festmeter)
Leistungsreserve ist vorhanden

Umweltreferent GR Hermann Huber präsentiert den neuen Biomassekessel

Das getrocknete Waldhackgut wird mittels Traktor und Hänger in die unterirdischen Lagerräume geschüttet.
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